Hobby- bzw. Kunstmarkt


Mit einem Hobby-Markt fing es ganz bescheiden an. Zur Kerb, August 1987, so berichtet Almuth Noltemeier, sollten die Innenräume der Schmiede gezeigt werden. Die Idee war geboren. Wenn in dem Wohnhaus Tische aufgestellt und dort gebastelte Waren verkauft würden, würde auch ein großer Teil der Besucher die Innenräume anschauen. Schnell waren auch Teilnehmer gefunden, die während der Kerwetage ihre Bastelartikel verkaufen wollten. Die Erfahrung lehrte uns jedoch, dass die Kerb nicht der richtige Zeitpunkt für solchen einen Markt darstellte.

Die Aussteller waren jedoch interessiert weiterzumachen, so dass ein neuer Termin ausgesucht wurde. Zweimal im Jahr veranstalteten wir nun einen Hobby- bzw. Kunstmarkt. Im Mai/Juni (über den Himmelfahrtstag) und im Hinblick auf das Weihnachtsfest Ende November (Buß- und Bettag einschließlich dem nachfolgenden Wochenende).

An der Adventszeit hatten wir an einem oder mehreren Wochentagen oder an bestimmten Tagen Einzelausstellungen, mit Artikeln die thematisch in die Weihnachtszeit passten.

Der Anfang machte 1986 die Porzellanpuppenausstellung von Ursula Föhrenbach. Dies war die erste Ausstellung in der Schmiede überhaupt. Wir zählten damals am ersten Adventswochenende jeweils von 14 bis 18 Uhr mehr als 1.500 Besucher. Gut besucht waren auch in den darauffolgenden Jahren der Teddybärenmarkt, die weiteren Puppen- und Weihnachtskrippenausstellungen. Auch bei der Demonstration von gefalteten Papierfliegern war das Interesse groß.

Erst als uns der Buß- und Bettag 1995 als gesetzlicher Feiertag weggenommen und fast zugleich der Schwanensaal fertiggestellt wurde und somit nicht mehr der vom Ortsgewerbeverein organisierte Kunstmarkt dort stattfinden konnte, verlegten wir unseren Kunstmarkt im Einvernehmen und nach vorheriger Absprache mit dem Vorstand des Ortsgewerbevereines und den Organisatoren des Weihnachtsmarktes auf die Adventszeit.

Die Resonanz sowohl der Aussteller als auch der Besucher war positiv, so dass sich daraus ein fester Bestandteil des Eberstädter Weihnachtsmarktes entwickelte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, klappte nun auch die gemeinsame Planung und Werbung. Neben den Künstlerinnen und Künstlern, die ihre überwiegend weihnachtlichen Artikel zum Verkauf anbieten, werden für die Besucher immer wieder neue Attraktionen angeboten. So beteiligten sich schon einige Jahre andere Verein mit Beiträgen zum Rahmenprogramm. So bietet der Club der kochenden Männer der Chuchi Philipp Delp an einem Wochenende kulinarische Leckereien, der Schützenverein an einem anderen Wochenende deftige Eintöpfe am offenen Feuer im Hof an. Die Spinnstube, eine Gruppe von Frauen und Männern, die sich für dieses Hobby entschieden haben, zeigen ihr Können und stehen Rede und Antwort.

Seit einigen Jahren ist im Wohnhaus der Geibel'schen Schmiede (1.Etage) für Besucher den Weihnachts- und Kunstmarktes ein kleines Cafe mit einer großen Auswahl eingerichtet, das von Almuth Noltemeier liebevoll betreut wird.

Am Glühweinstand des Eberstädter Bürgervereins von 1980 e.V. in der Scheune der Geibel`schen Schmiede wird weißer und roter Glühwein vom Weingut „Frank und Richard Kühn“ aus Dienheim (Rheinhessen) angeboten. Darüber hinaus können auch ein Hefebrandwein (Rebenfeuer) oder auch eine Likörspezialität mit Weinbrand und frischer Sahne (Rheinknie-Cream) probiert oder auch eine entsprechende Flasche 0,5 l als Geschenk gekauft werden. Für die Kinder, aber auch für Erwachsene, wird auch Kinderpunsch angeboten. Darüber hinaus präsentieren an allen vier Adventswochenenden die Eberstädter Weingärtner des Eberstädter Bürgervereins von 1980 e.V. im Weinkeller der Geibel´schen Schmiede erlesene Weine.